08. Spieltag
18.10.2014
1. FC Köln  :  Borussia Dortmund  =  2  :  1

Zoller wieder in der Startelf
Spielpraxis hat Simon Zoller in den Testspielen gesammelt. Foto: Schmülgen

In den zurückliegenden sieben Spielen bot Trainer Peter Stöger nie die gleiche Startelf auf.
Auch im Heimspiel gegen Dortmund wird es beim 1. FC Köln wieder eine neue Anfangsformation geben.
Von

Köln
Die regelmäßige Variation ist die Konstante in den Spielformationen von Peter Stöger.
In den zurückliegenden sieben Spielen bot der Trainer des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln nie die gleiche Startelf auf.
Das dürfte auch heute gegen Borussia Dortmund so sein. "Wir haben 23 einsatzfähige Feldspieler. Alle sind Kandidaten
für den Spieltagskader und damit für jene Mannschaft, die beginnt", sagte er.
So gehört zu diesem Kreis auch Dominic Maroh, der gestern erstmals seit Dienstag wieder mit der Mannschaft trainierte,
nachdem er an einer Viruserkrankung litt
. "Zum Glück hatte ich kein Fieber. Ich fühle mich wieder fit und einsatzbereit. Jetzt
ist es Sache des Trainers, mich aufzustellen", sagte der Abwehrchef. Der wollte sich nach dem gestrigen Abschlusstraining
nicht festlegen. Er wolle bis zur letzten Sekunde warten, auch um nicht durch einen gesundheitlichen Rückschlag des
Innenverteidigers zu einer Umbesetzung gezwungen zu werden.
Lehmann und Vogt Anwärter für die Doppelsechs
Zur Verfügung steht Tomas Kalas, wie Maroh ein Rechtsfuß und von daher erste Option. "Aber auch Mergim Mavraj wäre möglich.
Er ist zwar ein Linksfuß, ist aber der Abgebrühtere von den beiden", ließ sich Peter Stöger nicht in die Karten schauen.
Das gilt auch für die taktische Ausrichtung. Spielt er mit zwei oder mit drei Sechsern, bietet er einen klassischen Mittelstürmer mit
oder ohne einen zweiten Angreifer dahinter auf, oder verzichtet er ganz auf eine Sturmspitze? Da der Trainer bei aller Absicherung
nach hinten wie zuletzt bei der unglücklichen 2:3-Niederlage in Frankfurt Torchancen kreiert sehen will, dürfte er wohl kaum mit drei
zentralen defensiven Mittelfeldspielern wie gegen Bayern München agieren.
Somit wären Matthias Lehmann und Kevin Vogt erste Anwärter für die Doppelsechs.
Gefährliche Schüsse auf des Gegners Tor
Damit stünden vier Offensivplätze zur Verfügung. Gesetzt sein dürften Marcel Risse für die rechte Außenbahn und Daniel Halfar
als Kreativkraft im Zentrum, auch wenn er beim Abschlusstraining nicht in der vermeintlichen Startelf stand. Alternativ stünde hier
Kazuki Nagasawa zur Verfügung, der sich dann seinem berühmten Landsmann bei den Dortmundern, Shinji Kagawa, gegenübersehen würde.
In der Sturmspitze deutete Simon Zoller in Frankfurt vor allem im Konterspiel seine Torgefahr an und unterstrich damit seine ansteigende
Leistungskurve. Das würde für ihn und gegen Tony Ujah sprechen, der bei seinen letzten Einsätzen mehr durch sein solides Kopfballspiel
bei Standardsituationen in der Defensive als durch gefährliche Schüsse auf des Gegners Tor auffiel.
Sollte Zoller tatsächlich nach dem gemeinsamen Frühstück der Mannschaft am heutigen Morgen seinen Startelf-Einsatz mitgeteilt bekommen,
so würde am Nachmittag sein Debüt folgen. Denn in den bisherigen drei Kölner Heimspielen kam er lediglich im Derby gegen Mönchengladbach
in den letzten 16 Minuten ins Spiel. Beim Saisonstart gegen den HSV saß Zoller nur auf der Bank, zuletzt gegen Bayern München sah sich der
aus Kaiserslautern geholte Stürmer auf der Tribüne wieder.

FC nutzt Fehler des Gegners besser
Dortmunds Sokratis (M.) köpft knapp über das Tor.  Foto: dpa

Der 1. FC Köln konnte sich gegen Borussia Dortmund mit 2:1 durchsetzen, dank Toren von Kevin Vogt und Heimdebütant Simon Zoller.
Gegen starke Kölner halfen dem BVB selbst die Comebacks der Nationalspieler Gündogan und Reus nicht.
Von

Köln
Bevor das Siegertänzchen vor der Südtribüne begann, ließen sich die FC-Profis auf dem Rasen nieder, wie es dem Zeremoniell entspricht.
Dort wäre allerdings so manch einer am liebsten sitzen geblieben, statt den Fans Folge zu leisten, auf Kommando aufzuspringen und
ausgelassen herumzutoben. "Eigentlich waren wir nach der intensiven, heftigen Schlacht und dem hohen Tempo alle kaputt", gestand
Matthias Lehmann. Doch das 2:1 (1:0) gegen Borussia Dortmund und damit der erste Heimsieg in dieser Fußball-Bundesliga-Saison
versetzte Berge, ließ Schmerzen und Müdigkeit vergessen.
Zuvor hatten sie und die höher gehandelten Dortmunder sich nichts geschenkt, verbissen um jeden Quadratmeter Spielfläche sowie mit
hohem Aufwand um den Ballbesitz gekämpft. Dabei unterliefen beiden Mannschaften fast exakt gleich viele Fehlpässe (117:116), vor allem
im Mittelfeld, was zu einem ständigen Hin und Her führte und dem Gegner Konterchancen eröffnete.
Als erste nahmen die Kölner in der 40. Minute ein solches gegnerisches Geschenk an. Ilkay Gündogan
und Mats Hummels griffen Kevin Vogt im Anstoßkreis nicht an, sodass der nach Doppelpass mit Marcel Risse auf Roman Weidenfeller
zulaufen konnte. "Jetzt ist es leicht, darüber zu reden. Aber da gingen mir so einige Gedanken durch den Kopf. Zum Glück entschied er
sich früh für eine Ecke, sodass ich den Ball an ihm vorbeischieben konnte", meinte der Mittelfeldspieler.
Sokratis (l.) gegen den starken Simon Zoller, der sein Heimdebüt beim 1. FC Köln feiert und
seinen Verein mit 2:1 in Führung schießt. Foto: AFP

Weniger zu lachen hatte er in der 48. Minute. Nach einem allerdings fahrlässig schlechten Zuspiel von Mergim Mavraj,
der den nach einer Viruserkrankung geschonten Dominic Maroh problemlos vertrat, wurde ihm der Ball abgejagt. Ciro Immobile
kam in Ballbesitz und konnte mühelos das 1:1 erzielen. "Mergim entschuldigte sich bei mir, ich habe mich bei ihm entschuldigt
und niemand hat uns einen Vorwurf gemacht. Stattdessen haben wir mit Leidenschaft weiter gekämpft", lobte Kevin Vogt die
mannschaftliche Geschlossenheit.
Honoriert wurde sie durch den Siegtreffer in der 74. Minute. Eine Hereingabe des eingewechselten Yuya Osako ließen Lukasz Piszczek,
Sokratis und Roman Weidenfeller nach dem Motto "nimm du ihn, ich hab' ihn sicher" passieren. "Ich habe mich durch die beiden irritieren lassen. Aber das war klar mein Fehler.
Deshalb habe ich mich auch bei der Mannschaft entschuldigt", gestand der Torwart. Dagegen hatte der über so hochgradiges Fehlverhalten völlig verblüffte Simon Zoller den Ball
nur locker ins leere Tor schieben müssen.
"Für mich war der Treffer eine große Erleichterung", gestand der Mittelstürmer nach seinem ersten Bundesligator, um dann mit der Aussage
zu überraschen, dass ihm die Verbannung auf die Tribüne im vorangegangenen Heimspiel gegen die Bayern gutgetan habe. "Dafür bin ich
dem Trainer dankbar", sagte Simon Zoller, der damals an seiner eigenen Erwartungshaltung zu ersticken drohte. "Er hat sich in der Anfangsphase
der Saison selbst zu kritisch gesehen. Jetzt hat er sich für seine harte Arbeit belohnt", freute sich Kevin Wimmer mit dem Torjäger.


1. FC Köln:  T. Horn – Olkowski, Mavraj, Wimmer, Hector – Vogt, Ma. Lehmann – Risse, D. Halfar (64. Osako), Svento (57. Peszko) – Zoller (76. Matuschyk)
Borussia Dortmund:  Weidenfeller – Piszczek, Sokratis, M. Hummels, K. Großkreutz – Gündogan (90. Subotic), Kehl – Mchitarjan (68. Aubameyang), Kagawa, M. Reus – Immobile (75. Ramos)
Tore:  1:0 Vogt (40.), 1:1 Immobile (48.), 2:1 Zoller (74.)
Strafen:  gelbe Karte Ma. Lehmann (4), gelbe Karte Sokratis (4), gelbe Karte M. Hummels (1)´, gelbe Karte Mchitarjan (1)
Zuschauer: 50000
Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)

(Quelle: Kölnische Rundschau)

 
Ergebnisse:

Tag Datum Begegnung Ergebnis  
Samstag 18.10.2014, 15:30 Uhr Hannover 96 : Borussia Mönchengladbach 0:3 (0:1) Statistik | Historie
1. FSV Mainz 05 : FC Augsburg 2:1 (2:0) Statistik | Historie
Bayern München : Werder Bremen 6:0 (4:0) Statistik | Historie
SC Freiburg : VfL Wolfsburg 1:2 (0:1) Statistik | Historie
1. FC Köln : Borussia Dortmund 2:1 (1:0) Statistik | Historie
VfB Stuttgart : Bayer 04 Leverkusen 3:3 (0:3) Statistik | Historie
18.10.2014, 18:30 Uhr FC Schalke 04 : Hertha BSC 2:0 (1:0) Statistik | Historie
Sonntag 19.10.2014, 15:30 Uhr Hamburger SV : 1899 Hoffenheim 1:1 (1:1) Statistik | Historie
19.10.2014, 17:30 Uhr SC Paderborn 07 : Eintracht Frankfurt 3:1 (0:0) Statistik | Historie

 

Spielstand 19.10.2014:

R V   Verein Sp S U N Tore TD P Quali
1 (1) Logo Bayern München Bayern München (M,P) 8 6 2 0 21:2 +19 20 CL
2 (3) Logo Borussia Mönchengladbach Borussia Mönchengladbach 8 4 4 0 12:4 +8 16 CL
3 (2) Logo 1899 Hoffenheim 1899 Hoffenheim 8 3 5 0 12:7 +5 14 CL
3 (6) Logo 1. FSV Mainz 05 1. FSV Mainz 05 8 3 5 0 12:7 +5 14 CLQ
5 (7) Logo VfL Wolfsburg VfL Wolfsburg 8 4 2 2 13:9 +4 14 EL
6 (4) Logo Bayer 04 Leverkusen Bayer 04 Leverkusen 8 3 4 1 16:14 +2 13 ELQ
7 (9) Logo SC Paderborn 07 SC Paderborn 07 (N) 8 3 3 2 13:11 +2 12  
8 (5) Logo Eintracht Frankfurt Eintracht Frankfurt 8 3 3 2 13:13 +0 12  
9 (11) Logo FC Schalke 04 FC Schalke 04 8 3 2 3 13:12 +1 11  
10 (8) Logo Hannover 96 Hannover 96 8 3 1 4 5:11 -6 10  
11 (14) Logo 1. FC Köln 1. FC Köln (N) 8 2 3 3 6:7 -1 9  
12 (10) Logo FC Augsburg FC Augsburg 8 3 0 5 9:11 -2 9  
13 (12) Logo Hertha BSC Hertha BSC 8 2 2 4 11:16 -5 8  
14 (13) Logo Borussia Dortmund Borussia Dortmund 8 2 1 5 10:14 -4 7  
15 (16) Logo VfB Stuttgart VfB Stuttgart 8 1 3 4 9:15 -6 6  
16 (17) Logo Hamburger SV Hamburger SV 8 1 3 4 3:9 -6 6 Ab-Rel
17 (15) Logo SC Freiburg SC Freiburg 8 0 5 3 8:12 -4 5 Ab
18 (18) Logo Werder Bremen Werder Bremen 8 0 4 4 10:22 -12 4 Ab

 

Vorschau 09. Spieltag:

Tag Datum Begegnung Ergebnis  
Freitag 24.10.2014, 20:30 Uhr Werder Bremen : 1. FC Köln -:- Historie
Samstag 25.10.2014, 15:30 Uhr FC Augsburg : SC Freiburg -:- Historie
Borussia Dortmund : Hannover 96 -:- Historie
Eintracht Frankfurt : VfB Stuttgart -:- Historie
1899 Hoffenheim : SC Paderborn 07 -:- Historie
Hertha BSC : Hamburger SV -:- Historie
25.10.2014, 18:30 Uhr Bayer 04 Leverkusen : FC Schalke 04 -:- Historie
Sonntag 26.10.2014, 15:30 Uhr VfL Wolfsburg : 1. FSV Mainz 05 -:- Historie
26.10.2014, 17:30 Uhr Borussia Mönchengladbach : Bayern München -:- Historie