6. Spieltag


01.09.2013
1.FC Köln : Erzgebirge Aue = 4 : 1


1. FC Köln in Spiel- und Torlaune

Matthias Lehmann, Marcel Risse und Torschütze Slawomir Peszko jubeln nach dem Tor zum 4:1. Foto: dpa


Ein erfolgreicher Spieltag für den 1. FC Köln: In der Partie gegen den FC Erzgebirge Aue zeigte sich die Mannschaft von Trainer Peter Stöger
spielstark und treffsicher. Vor 42.000 Zuschauern gewannen die Kölner mit 4:1.

 

Köln

Die Zuversicht im Vorfeld war groß, die Ernüchterung nach dem Abpfiff noch größer: Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue hat seinen zweiten Auswärtssieg der Saison klar verpasst.
Beim 1. FC Köln kassierte die Elf von Coach Falko Götz am Sonntag mit dem 1:4 (1:3) die bisher höchste Saisonniederlage und musste mit leeren Händen die über 500 Kilometer lange
Heimfahrt antreten. Vor 42 000 Zuschauern im Rhein-Energie-Stadion machten Yannick Gerhardt (2.), Marcel Risse (11./24.) und Slawomir Peszko (55.) den verdienten Erfolg der Rheinländer
perfekt. Neuzugang Taku Ishihara (14.) hatte mit seinem ersten Zweitliga-Tor das zwischenzeitliche 1:2 für Aue erzielt.

 

Neben der Niederlage wog vor allem der Ausfall von Tobias Nickenig schwer. Der Innenverteidiger ging in der 39. Minute nach einem Zweikampf zu Boden und wurde mit einer Trage vom Feld
transportiert. Eine erste Diagnose deutet auf den zweiten Bandscheibenvorfall innerhalb von zwei Monaten und eine lange Pause hin.

„Wir sind nicht chancenlos“, hatte Götz, der einst für Köln spielte, vor dem Duell zuversichtlich gesagt. Doch er und sein Team mussten sich eines Besseren belehren lassen.
„Köln war eine Nummer zu groß, wir konnte nichts entgegen setzen. Das müssen wir jetzt abhaken“, resümierte Aues Kapitän Rene Klingbeil. Sein Teamkollege Kevin Pezzoni bekannte an alter
Wirkungsstätte: „Wir sind unter die Räder gekommen. Wir haben uns viel mehr vorgenommen, konnten aber nicht viel davon umsetzen.“

65 Sekunden bis zum 1. Tor
Götz musste nach dem 2:1-Erfolg gegen Energie Cottbus einen Wechsel in der Startelf vornehmen. Für den verletzten Kevin Schlitte (Muskelriss im Oberschenkel) rutschte Klingbeil rechts in die
Vierer-Abwehrkette. Doch gerade die Defensive war in der spektakulären Anfangsphase alles andere als auf der Höhe.

Denn gerade mal 65 Sekunden dauerte es, bis die Kölner das erste Mal jubeln konnten. Daniel Halfar marschierte unbehelligt von einigen Auern über die linke Außenbahn und passte nach innen zu Peszko.
Der Rückkehrer leitete weiter zu Gerhardt und der 19-Jährige konnte sein erstes Tor als Fußball-Profi bejubeln.

Auf taktisches Geplänkel ließen sich beide Kontrahenten nach dem Blitz-Tor gar nicht erst ein, sondern lieferten den Fans ein tolles Spiel. Doch dabei gaben die Geißböcke klar den Ton an, Aue konnte meist
nur reagieren und offenbarte in der Abwehr Abstimmungsprobleme. Und am Ende der ersten Hälfte konnten die Erzgebirger noch froh sein, dass es nur drei Gegentreffer waren.
Es hätte auch gut und gerne 1:5 stehen können. 

Anschlusstreffer durch Ishihara
Nach dem schnellen 0:2 keimte bei Aue Hoffnung auf, als der Japaner Ishihara verkürzte. Jakub Sylvestr setzte sich in der Mitte durch, traf aber nur den Pfosten.
Beim Abpraller war aber der Japaner reaktionsschnell und überwand FC-Keeper Timo Horn.

Hatten die Auer Anhänger nach dem Wiederanpfiff auf Besserung gehofft, wurden sie enttäuscht. Die Gastgeber hatten mehr Ballbesitz, waren passsicherer und abgeklärter.
In der 53. Minute jubelten die Veilchen zwar, doch Arvydas Novikovas stand im Abseits. Nur Augenblicke später viel die Entscheidung: Einen Schuss von Anthony Ujah wehrte Kirschstein noch mit dem Fuß ab.
Aber Peszko stand goldrichtig und köpfte den Abpraller ins leere Tor und Aue damit ins endgültige Aus. (dpa)


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So etwas hatte es seit Jahren nicht mehr bei einem Heimspiel des 1. FC Köln gegeben. Der 4:1-Erfolg gegen den FC Erzgebirge Aue sorgten für Emotionen
bei den 42 000 Zuschauern, soweit sie nicht zu den 500 Fans aus Aue gehörten.
 
Von Joachim Schmidt


Köln. 

Man hätte sich gestern im Rheinenergie Stadion wie in einem falschen Film vorkommen können. La Ola nach einstündiger Spielzeit, stehend vorgetragener Applaus und Bravo-Rufe für einzelne Spieler,
tosender Beifall beim Abpfiff für die gesamte Mannschaft - so etwas hatte es seit Jahren nicht mehr bei einem Heimspiel des 1. FC Köln gegeben. Der 4:1 (3:1)-Erfolg gegen den FC Erzgebirge Aue und
vor allem die Art und Weise, wie dieser zweite Punktspielsieg zustande kam, sorgten für Emotionen bei den 42 000 Zuschauern, soweit sie nicht zu den 500 Fans aus Aue gehörten.
Er sei "zufrieden gewesen", weil es "einigermaßen okay" gewesen sei, fand Peter Stöger Worte, die leicht untertrieben wirkten. Doch der Trainer hielt sich bewusst zurück und führte an, dass in der Defensive
noch ruhiger hätte gespielt werden können, dass im Angriff weitere gute Chancen vertan worden seien, weil sie nicht optimal ausgespielt wurden. Daran gelte es noch zu arbeiten.
Die Arbeit der vergangenen Woche, als immer wieder offensive Spielzüge einstudiert worden waren, zahlte sich am Sonntag jedoch erstmals aus. "Wir hatten große Probleme angesichts des schnellen Spiels
und der ständigen Positionswechsel der Kölner", gestand Aues Trainer Falko Götz, dessen Mannschaft phasenweise im Angriffswirbel der Hausherren unterzugehen drohte.
Dieses temporeiche und variable Offensivspiel sei für den Gegner schwierig zu verteidigen, bestätigte auch Marcel Risse. Mit seinen Treffern zum zwischenzeitlichen 2:0 (11.) und 3:1 (24.) erhöhte er sein
Trefferkonto auf vier. "Ich war doch immer schon ein eiskalter Vollstrecker", witzelte der bislang vor allem wegen seiner vielen Torvorbereitungen bekannte Rechtsaußen.
Als ein solcher machte in der Vergangenheit auch Slawomir Peszko schon bei den Kölnern von sich Reden. An diese erfolgreiche Zeit knüpfte er gestern bei seiner Rückkehr aber eher zufällig an. Denn nach
gut 60 Sekunden verstolperte er den Ball im gegnerischen Strafraum, doch das Spielgerät fand seinen Weg zu Yannick Gerhardt, der es unhaltbar ins lange Eck schoss. Zu diesem Scorer-Punkt fügte Peszko
in der 55. Minute einen zweiten hinzu, als er den Ball nach einem vom Torhüter abgewehrten Ujah-Schuss zum 4:1-Endstand einköpfte.
"Das tut gut, wenn man so zurückkehren kann und die Zuschauer einem so applaudieren, wenn man ausgewechselt wird", sagte der Pole. Ebenso von den eigenen Gefühlen übermannt war Yannick Gerhardt.
"Es ist schwierig, Worte für das zu finden, was ich heute erlebt habe. Vor kurzem habe ich den Spielern von der Tribüne aus zugejubelt, jetzt habe ich mein erstes Zweitligator gemacht. Das ist großartig",
sprudelte es aus dem 19-jährigen FC-Eigengewächs heraus.
Der hatte als offensiverer Part neben dem starken Matthias Lehmann die zweite Sechser-Position eingenommen. Damit änderte Peter Stöger sein variables System, in dem er mit Tony Ujah nur eine Sturmspitze
aufbot. Dennoch erspielte sich der FC gefühlt so viele Chancen wie in allen fünf Spielen zuvor zusammen, weil die gesamte Offensivabteilung wesentlich besser in Bewegung und aufeinander abgestimmt war.
Trotzdem müsse während der zweiwöchigen Spielpause bis zur Partie in Cottbus weiter daran gearbeitet werden, mahnte Peter Stöger an. Die Spieler dürften sich kurz freuen, dann beginne wieder die Alltagsarbeit,
um die eingeleiteten Entwicklungen fortzusetzen - und den Trainer vielleicht schon bald einmal ganz zufrieden zu stellen.

 

Köln: Horn; Brecko, Nascimento, Maroh, Hector; Lehmann (86. Schnellhardt), Gerhardt (78. Przybylko); Risse, Halfar, Peszko (60. Jajalo); Ujah. -
Aue: Kirschstein; Klingbeil, Nickenig (39. Müller), Pezzoni, Miatke; Schröder, Diring (46. Janjic); Novikovas (83. Kocer), Ishihara, Okoronkwo; Sylvestr. -
SR: Schmidt (Stuttgart). -
Tore: 1:0 Gerhardt (2.), 2:0 Risse (11.), 2:1 Ishihara (14.), 3:1 Risse (24.), 4:1 Peszko (55.). -
Zuschauer: 42 000. -
Gelbe Karte: Miatke.

 

 

06. Spieltag          
01.09.2013 1. FC Köln : FC Erzgebirge Aue 4 : 1  
           
  Einzelkritik
lfd. Nr. Rücken-Nr. Ein-/Auswechslung Spieler 1. FC Köln Note
1 1     Timo Horn 3
2 2     Miso Brecko 3+
3 6     Bruno Nascimento 4-
4 5     Dominic Maroh 3+
5 14     Jonas Hector 4
6 33 86. min. ausgew. Matthias Lehmann 2-
7 31 78.  min. ausgew. Yannick Gerhardt 2-
8 20     Marcel Risse 2
9 22     Daniel Halfar 2
10 17  60. min. ausgew. Slawomir Peszko 2
11 22     Anthony Ujah 3
12 19 ab 60.min. eingew. Mato Jajalo 4
13 24 ab 78. min. eingew. Kasper Przybylko -
14 30 ab 86. min. eingew. Fabian Schnellhardt -
15   ab 60.min. für (17) Peszko (19) Mato Jajalo  
16   ab 72. min.  für (22) Ujah (27) Maurice Exslager   
17   ab 86. min. für (33) Lehmann (30) Fabian Schnellhardt  
           
           
Tore: Gerhardt- 02.min - (1. FC Köln) 1:0  
  Risse- 11.min - (1. FC Köln) 2:0  
  Ishihara- 14.min - (Erzgeb. Aue) 2:1  
  Risse- 24.min - (1. FC Köln) 3:1  
  Peszko- 55. min.) 1. FC Köln   4:1  
           
Zuschauer: 42.000        
SR: Schmidt (Stuttgart)      

 

Alle Spiele Köln        
Spieltag  2013/14        
6 01.09.2013   1. FC Köln : Erzgebirge Aue Endstand: 4:1 (Halbzeitstand: 3:0)
5 24.08.2013   SpVgg Greuther Fürth : 1. FC Köln Endstand: 0:0 (Halbzeitstand: 0:0)
4 17.08.2013   1. FC Köln : SV Sandhausen Endstand: 2:0 (Halbzeitstand: 0:0)
3 10.08.2013   SC Paderborn 07 : 1. FC Köln Endstand: 1:1 (Halbzeitstand: 1:0)
2 28.07.2013   1. FC Köln : Fortuna Düsseldorf Endstand: 1:1 (Halbzeitstand: 0:1)
1 20.07.2013   Dynamo Dresden : 1. FC Köln Endstand: 1:1 (Halbzeitstand: 0:0)


(Quelle: Kölnische Rundschau vom 02.09.2013)

 

Ergebnisse

Tag Datum Begegnung Ergebnis  
Freitag 30.08.2013, 18:30 Uhr TSV 1860 München : SV Sandhausen 0:2 (0:2) | Statistik
FSV Frankfurt : SpVgg Greuther Fürth 1:1 (1:0) | Statistik
Arminia Bielefeld : Fortuna Düsseldorf 4:2 (1:2) | Statistik
Samstag 31.08.2013, 13:00 Uhr VfL Bochum : SC Paderborn 07 4:2 (0:2) | Statistik
1. FC Union Berlin : FC St. Pauli 3:2 (1:2) | Statistik
Sonntag 01.09.2013, 13:30 Uhr Karlsruher SC : VfR Aalen 1:1 (1:1) | Statistik
Dynamo Dresden : FC Ingolstadt 04 1:1 (1:1) | Statistik
1. FC Köln : Erzgebirge Aue 4:1 (3:1) | Statistik
Montag 02.09.2013, 20:15 Uhr 1. FC Kaiserslautern : Energie Cottbus 2:2 (1:2) | Statistik


Spielstand 02.09.2013

R V   Verein Sp S U N Tore TD P Quali
1 (1) Logo SpVgg Greuther Fürth SpVgg Greuther Fürth (A) 6 4 2 0 9:3 +6 14 Auf
2 (5) Logo 1. FC Union Berlin 1. FC Union Berlin 6 3 2 1 11:8 +3 11 Auf
3 (10) Logo 1. FC Köln 1. FC Köln 6 2 4 0 9:4 +5 10 Auf-Rel
4 (4) Logo 1. FC Kaiserslautern 1. FC Kaiserslautern 6 3 1 2 9:10 -1 10  
5 (6) Logo Karlsruher SC Karlsruher SC (N) 6 2 3 1 6:4 +2 9  
6 (3) Logo TSV 1860 München TSV 1860 München 6 3 0 3 5:6 -1 9  
7 (2) Logo Erzgebirge Aue Erzgebirge Aue 6 3 0 3 7:9 -2 9  
8 (8) Logo Energie Cottbus Energie Cottbus 6 2 2 2 14:8 +6 8  
9 (9) Logo FSV Frankfurt FSV Frankfurt 6 2 2 2 7:5 +2 8  
10 (13) Logo VfL Bochum VfL Bochum 6 2 2 2 9:8 +1 8  
11 (14) Logo Arminia Bielefeld Arminia Bielefeld (N) 6 2 2 2 11:11 +0 8  
12 (7) Logo FC St. Pauli FC St. Pauli 6 2 2 2 7:7 +0 8  
13 (12) Logo VfR Aalen VfR Aalen 6 2 2 2 7:8 -1 8  
14 (11) Logo Fortuna Düsseldorf Fortuna Düsseldorf (A) 6 2 1 3 7:9 -2 7  
15 (16) Logo SV Sandhausen SV Sandhausen 6 1 3 2 5:6 -1 6  
16 (15) Logo SC Paderborn 07 SC Paderborn 07 6 1 2 3 7:13 -6 5 Ab-Rel
17 (17) Logo FC Ingolstadt 04 FC Ingolstadt 04 6 1 1 4 6:11 -5 4 Ab
18 (18) Logo Dynamo Dresden Dynamo Dresden 6 0 3 3 5:11 -6 3 Ab


Vorschau 7. Spieltag

Tag Datum Begegnung Ergebnis
Freitag 13.09.2013, 18:30 Uhr VfR Aalen : TSV 1860 München -:-
Erzgebirge Aue : Arminia Bielefeld -:-
SC Paderborn 07 : Karlsruher SC -:-
Samstag 14.09.2013, 13:00 Uhr FC St. Pauli : FSV Frankfurt -:-
SV Sandhausen : 1. FC Kaiserslautern -:-
Sonntag 15.09.2013, 13:30 Uhr Fortuna Düsseldorf : Dynamo Dresden -:-
FC Ingolstadt 04 : 1. FC Union Berlin -:-
SpVgg Greuther Fürth : VfL Bochum -:-
Montag 16.09.2013, 20:15 Uhr Energie Cottbus : 1. FC Köln -:-