5. Spieltag

2:0: FC verliert in Mainz


Gegen Tabellenführer FSV Mainz 05 hat der 1. FC Köln eine Niederlage eingefahren. Die Kölner hatten zwar wie bereits beim 0:0 gegen Bayern München kompakt in der Abwehr gestanden und lange nichts gegen die starken Mainzer zugelassen. In der zweiten Hälfte zeigte sich aber erneut das „goldene Händchen" von FSV-Trainer Thomas Tuchel: Acht Minuten nachdem er Lewis Holtby eingewechselt hatte, köpfte der Mittelfeldspieler zum 1:0 ins Tor von Faryd Mondragon. In der Nachspielzeit erhöhte Holtby
sogar noch auf 2:0. (Foto: dpa)
 

 

Auch Köln kann Mainz nicht aufhalten

FC unterliegt nach zwei Treffern des eingewechselten Lewis Holtby
beim Tabellenführer mit 0:2

 

Von STEFAN TABELING

MAINZ. Das Mainzer Fußball-Märchen geht dank Joker Lewis Holtby weiter. Durch die späten Treffer des eingewechselten Youngsters zum 2:0 (0:0)-Erfolg verteidigten die Überflieger von FSV-Trainer Thomas Tuchel erfolgreich die Tabellenspitze und feierten zugleich den fünften Sieg im fünften Spiel. Damit rückt für die 05er sogar der Bundesliga-Startrekord von Bayern München (1995/96) und des 1. FC Kaiserslautern (2001/02), die einst mit sieben Erfolgen begonnen hatten, in greifbare Nähe.

In einem Geduldsspiel vor 20 300 Zuschauer im erneut ausverkauften Stadion am Bruchweg mussten die FSV-Fans bis zur 72. Minute warten, ehe der acht Minuten zuvor eingewechselte Holtby das Kölner Abwehrbollwerk mit einem Kopfball aus kurzer Entfernung knackte. In der Nachspielzeit machte der Ex-Schalker alles klar.

Für den FC, der jüngst bei Bayern München ein 0:0 erkämpft hatte, setzte es dagegen die dritte Saisonpleite. Zugleich warten die Geißböcke weiter seit dem 28. Juli 1962 auf einen Erfolg in Mainz.

Die Rollen waren schon zu Beginn der Partie klar verteilt. Mit dem Selbstbewusstsein eines Spitzenreiters übernahm der FSV von Beginn an die Initiative. Allerdings waren die Mainzer mit ihren schnell vor­getragenen Angriffen selten ein Durchkommen gegen die dicht gestaffelte Kölner Hintermannschaft.

Erstmals gefährlich wurde es bereits nach neun Minuten, als zweimal Marcel Risse über rechts durch war. Bei der ersten Flanke segelten allerdings alle Spieler am Ball vorbei, beim zweiten Versuch rettete Kölns Kapitän Youssef Mohammad in höchster Not. Der FC-Abwehrspieler war nach abgesessener Rotsperre für Kevin Pezzoni zurück ins Team gerückt.

Es dauerte eine gute halbe Stunde, ehe das Kölner Abwehrbollwerk erstmals ins Wanken geriet. Zunächst scheiterte Adam Szalai zweimal per Kopf (jeweils 31.). Zwei Minuten später setzte Risse den Ball aus kurzer Entfernung über das Tor, danach zwang Szalai den Kölner Keeper Faryd Mondragon zu einer Glanztat (34.). Doch auch der FC blieb nicht chancenlos. Mit ein wenig mehr Glück wäre den Kölnern Mitte der ersten Halbzeit sogar das Führungstor gelungen. Ein Freistoß von Nationalspieler Lukas Podolski aus halbrechter Position strich nur knapp am Tor vorbei (26.). Podolski spielte wieder im Sturmzentrum, konnte aber nur wenig Akzente setzen. Der slowenische Nationalspieler Milivoje Novakovic musste dagegen erneut auf der Reservebank Platz nehmen.
Auch im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer ein ähnliches Bild. Der FC  tauchte weiter nur sporadisch vor dem Tor auf und war meist nur bei Standards gefährlich. Wie etwa in der 67. Minute, als Mato Jajalo einen Freistoß an die Latte setzte. Drei Minuten zuvor hatte Tuchel den früheren Schalker Holtby ins Spiel gebracht und damit ein glückliches Händchen bewiesen, (sid)

 

 

Mainz: Wetkfo; Heller, Svensson, Noveski, Fuchs; Risse (80. Hungert), Polanski (70. Karhan), Soto; Ivanschitz; Szalai, Schürrle (64. Holtby).

Köln: Mondragon; Brecko, Geromel (80. Novakovic), Mohamad, Ehret; Petit; Freis, Yalcin (46. Matuschyk), Jajalo, Clemens (46. Pezzoni); Podolski

SR: Guido Winkmann (Kerken).
Tore: 1:0 Holtby (72.), 2:0 Holtby (90.+1) Zuschauer: 20 300 (ausverkauft).
Gelbe Karten: Noveski, Svensson (2), Florian Heller - Mondragon (2), Clemens, Pezzoni.

 

 

Einen Schritt zu spät kommt Kölns Mato Jajalo (links) gegen den Mainzer Eugen Polanski. (Foto: dpa)

Einzelkritik  
Faryd Mondragon 3
Miso Brecko 3-
Pedro Geromel 2-
Youssef Mohamad 2-
Favrice Ehret 4
Petit 3
Sebastian Freis 4-
TanerYalcin 5
Mato Jajalo 4-
Christian Clemens 4-
Lukas Podolski 4-
Kevin Pezzoni 4
Adam Matuschyk 4

(Quelle: Kölnische Rundschau vom 22.09.2010)

 

Termin Begegnung Ergebnis Informationen
Di., 21.09., 20:00 h 1. FSV Mainz 05 gegen: 1. FC Köln Endstand:2:0 (Halbzeitstand:0:0) Statistik | History
Di., 21.09., 20:00 h 1899 Hoffenheim gegen: Bayern München Endstand:1:2 (Halbzeitstand:1:0) Statistik | History
Di., 21.09., 20:00 h Hannover 96 gegen: Werder Bremen Endstand:4:1 (Halbzeitstand:1:1) Statistik | History
Mi., 22.09., 20:00 h Bayer 04 Leverkusen gegen: Eintracht Frankfurt Endstand:2:1 (Halbzeitstand:1:1) Statistik | History
Mi., 22.09., 20:00 h Borussia Dortmund gegen: 1. FC Kaiserslautern Endstand:5:0 (Halbzeitstand:2:0) Statistik | History
Mi., 22.09., 20:00 h Hamburger SV gegen: VfL Wolfsburg Endstand:1:3 (Halbzeitstand:1:1) Statistik | History
Mi., 22.09., 20:00 h Borussia Mönchengladbach gegen: FC St. Pauli Endstand:1:2 (Halbzeitstand:1:0) Statistik | History
Mi., 22.09., 20:00 h SC Freiburg gegen: FC Schalke 04 Endstand:1:2 (Halbzeitstand:0:1) Statistik | History
Mi., 22.09., 20:00 h 1. FC Nürnberg gegen: VfB Stuttgart Endstand:2:1 (Halbzeitstand:1:0) Statistik | History

 

Rang VR Vereinswappen Verein Sp S U N T TD P Quali
1 (1) Logo 1. FSV Mainz 05 1. FSV Mainz 05 5 5 0 0 12:4 +8 15 CL
2 (3) Logo Borussia Dortmund Borussia Dortmund 5 4 0 1 13:4 +9 12 CL
3 (2) Logo 1899 Hoffenheim 1899 Hoffenheim 5 3 1 1 10:5 +5 10 CLQ
4 (7) Logo Hannover 96 Hannover 96 5 3 1 1 10:7 +3 10 EL
5 (4) Logo SC Freiburg SC Freiburg 5 3 0 2 7:7 0 9 EL
6 (5) Logo Hamburger SV Hamburger SV 5 2 2 1 8:7 +1 8  
7 (8) Logo Bayer 04 Leverkusen Bayer 04 Leverkusen 5 2 2 1 9:9 0 8  
8 (9) Logo Bayern München Bayern München (M, P) 5 2 2 1 4:4 0 8  
9 (10) Logo FC St. Pauli FC St. Pauli (N) 5 2 1 2 6:5 +1 7  
10 (6) Logo 1. FC Kaiserslautern 1. FC Kaiserslautern (N) 5 2 1 2 8:10 -2 7  
11 (17) Logo VfL Wolfsburg VfL Wolfsburg 5 2 0 3 9:9 0 6  
12 (16) Logo 1. FC Nürnberg 1. FC Nürnberg 5 1 3 1 5:5 0 6  
13 (12) Logo 1. FC Köln 1. FC Köln 5 1 1 3 4:9 -5 4  
14 (11) Logo Werder Bremen Werder Bremen 5 1 1 3 6:12 -6 4  
15 (13) Logo Borussia Mönchengladbach Borussia Mönchengladbach 5 1 1 3 8:17 -9 4  
16 (14) Logo VfB Stuttgart VfB Stuttgart 5 1 0 4 10:9 +1 3 Ab-Rel
17 (15) Logo Eintracht Frankfurt Eintracht Frankfurt 5 1 0 4 7:8 -1 3 Ab
18 (18) Logo FC Schalke 04 FC Schalke 04 5 1 0 4 5:10 -5 3 Ab

Vorschau 6.Spieltag

Termin Begegnung Ergebnis Informationen
Fr., 24.09., 20:30 h 1. FC Köln gegen: 1899 Hoffenheim -:- History
Sa., 25.09., 15:30 h Bayern München gegen: 1. FSV Mainz 05 -:- History
Sa., 25.09., 15:30 h FC St. Pauli gegen: Borussia Dortmund -:- History
Sa., 25.09., 15:30 h Eintracht Frankfurt gegen: 1. FC Nürnberg -:- History
Sa., 25.09., 15:30 h VfB Stuttgart gegen: Bayer 04 Leverkusen -:- History
Sa., 25.09., 15:30 h FC Schalke 04 gegen: Borussia Mönchengladbach -:- History
Sa., 25.09., 18:30 h Werder Bremen gegen: Hamburger SV -:- History
So., 26.09., 15:30 h VfL Wolfsburg gegen: SC Freiburg -:- History
So., 26.09., 17:30 h 1. FC Kaiserslautern gegen: Hannover 96 -:- History

Vor 6. Spieltag 

Den Ausrutscher schnell korrigieren

FC-Trainer Soldo plant in der heutigen Partie gegen Hoffenheim personelle Veränderungen
Von ACHIM SCHMIDT

 

 KÖLN. Eines sollte den Freunden des l.FC Köln, die sich heute Abend ab 20.30 Uhr im Rheinenergie-Stadion die Begegnung ihres Lieblingsclubs gegen die TSG 1988 Hoffenheim ansehen wollen - wie so oft in den letzten Jahren -, klar sein; „Es wird ein Geduldsspiel." Das stellte Zvonimir Soldo hinsichtlich der geplanten Spielweise seiner Fuß­ballprofis am sechsten Spieltag der Bundesliga im Vorfeld noch einmal klar. Und noch eines brannte dem Trainer unter den Nägeln. Den Vorwurf, er spiele eine Betontaktik und setze nur auf die Defensive, wollte der 42-jährige Serbe so nicht gelten lassen. „In Mainz haben wir mit sechs offensiven Spielern begonnen: Podolski, Freis, Yalcin, Jajalo, Clemens und Ehret. Es ist doch nicht entscheidend, ob wir mit einem, zwei oder drei Stürmern spielen. Bei mir hat keiner das Verbot, nach vorne zu gehen. Niemand hat hier Angriffsverbot", erregte sich Soldo.

Gegen die Hoffenheimer, die am Dienstag gegen den FC Bayern München durch ein Last-Minute-Tor zum 1:2 selbst einen Rückschlag erlitten haben, erwartet der Kölner Chefausbilder ein „schweres Spiel" und denkt dabei ungern an den 21. November 2009 zurück: „Im letzten Jahr haben wir eine Klatsche bekommen." 0:4 hieß es damals in einer einsei­tigen Begegnung, in der die Kölner von den Gästen nach Strich und Faden vorgeführt wurden. Damit es für den FC diesmal besser läuft, fordert Soldo zum einen ein gegenüber dem Mainz-Spiel besseres Zweikampfverhalten.

Zum anderen wird es einige personelle Umstellungen geben. „Ich überlege mir etwas", kündigte der Trainer gestern an und meinte damit das Mittelfeld und vielleicht sogar den Angriff. Martin Lanig und Adam Matuschyk sind Alternativen für Taner Yalcin und Sebastian Freis in der Startformation. Vielleicht darf aber auch Milivoje Novakovic mal wieder von Beginn an im Sturmzentrum ran. In diesem Fall würde Lukas Podolski links im Mittelfeld auflaufen und Christian Clemens ersetzen.

Der Einsatz von Innenverteidiger Pedro Geromel, der sich in Mainz eine Muskelverhärtung zuzog, ist derweil nicht gefährdet. Manager Michael Meier hofft gegen Hoffenheim jedenfalls auf den Befreiungsschlag: „Da haben wir die Möglichkeit, den Ausrutscher in Mainz schnell wieder zu korrigieren."

 
Gibt die Richtung vor: FC-Trainer Zvonimir Soldo erwartet gegen Hoffenheim mal wieder ein Geduldsspiel. (Foto: dpa)

(Quelle: Kölnische Rundschau vom 24.09.2010)