Seite 22. Spieltag

 

4:2 gegen Mainz

 

1. FC Köln springt aus der Abstiegszone
Von Joachim Schmidt

Der 1. FC Köln hat im Spiel gegen den FSV Mainz 05 erneut seine starke Form vor eigenem Publikum bestätigen können.
Das Team von Frank Schaefer spielte gerade im zweiten Durchgang wie aufgedreht. Podolski und Novakovic trafen jeweils doppelt
.

 
Lukas Podolski lässt seinen Emotionen nach seinem Treffer zum 3:1 freien Lauf. (Bild: dpa)

KÖLN/MAINZ - Der 1. FC Köln mischt die Fußball-Bundesliga von unten auf. Mit einem hochverdienten 4:2 (2:1)-Sieg nach dem doppelten
"Doppelpack" von Lukas Podolski (3./55. Minute) und Milivoje Novakovic (43./60.) über die einstigen Himmelsstürmer des FSV Mainz 05 haben
sich die Rheinländer wieder Luft im Tabellenkeller verschafft. Vor 44.000 Zuschauern im WM-Stadion von 2006 überrollte die Mannschaft von
Trainer Frank Schaefer am Sonntag die enttäuschenden Gäste, für die lediglich Sami Allagui zum 1:1 (31.) und der eingewechselte Petar
Sliskovic (89.) trafen.

 
KÖLN - Das kölsche Karnevalsliedgut wurde rauf und runter gesungen, Trainer Frank Schaefer mit Sprechchören gefeiert und die La Ola rollte Runde
um Runde über die Tribünen. Hochstimmung also in der Kölner Arena und damit beste Geburtstagsatmosphäre zum 63. Jubelfest des 1. FC Köln.
Bereits eine halbe Stunde vor Spielende setzte gestern der Siegesrausch auf den Rängen ein, weil Milivoje Novakovic zu diesem Zeitpunkt zur alles
entscheidenden 4:1-Führung eingenetzt hatte. Am Ende eines mitreißenden Spiels, in dem die als Tabellendritte angereisten Mainzer mit fliegenden
Fahnen untergingen, hieß es 4:2.
"Wenn es am Ende 6:1 oder 7:1 für den FC geheißen hätte, hätten wir uns auch nicht beschweren können", meinte Gästetrainer Thomas Tuchel angesichts
ausgelassener Großchancen von Christian Clemens (63. und 78.), Lukas Podolski (69.) und Slawomir Peszko (85.).
"Getragen von der Erleichterung angesichts der deutlichen Führung und der grandiosen Stimmung, hat sich die Mannschaft in einen kleinen Rausch gespielt",
konstatierte Frank Schaefer relativ nüchtern. Der Trainer blieb emotional am Boden, selbst als er auf den Rängen gefeiert wurde, "weil wir auch nach dem
ersten doppelten Sieg der Saison nach wie vor im Abstiegskampf stecken. Ich bin Kölner und feiere gerne Karneval. Aber ich wollte die Stimmung einfach
nicht noch weiter anheizen. Deshalb bin ich aber keine Spaßbremse".
Für den ersten Spaß des Nachmittags hatte Lukas Podolski bereits nach 155 Sekunden gesorgt, als er einen Freistoß aus gut 30 Metern direkt verwandelte.
Ein starke Phase des FC folgte. Während dieser sorgten Kurzpass-Kombinationen über zehn Stationen für Szenenapplaus, wurden die Mainzer mit ihren
eigenen Waffen, dem Pressing und schnellem Umschalten von Abwehr auf Angriff, in Schach gehalten.
Schließlich machte sich wieder Passivität in den Kölner Reihen breit, die Gäste spielten besser und kamen durch Sami Allagui (31.) zum 1:1. Youssef
Mohamad, der dabei umknickte, zog sich eine Bänderdehnung im rechten Fußgelenk zu und musste zur Pause ausgewechselt werden. "Es tut weh,
aber ich bin optimistisch, am Samstag wieder einsatzfähig zu sein", meinte der Innenverteidiger, bevor er aus dem Kabinentrakt humpelte.
Dass die FC-Fans dennoch singend in die Halbzeitpause zogen, hatten sie der Stärke ihrer Elf im Ausnutzen von Standardsituationen zu verdanken.
Einen Freistoß von Christian Clemens (43.) konnte Heinz Müller zwar reflexartig abwehren, doch Novakovic setzte energisch nach und nickte den Ball ein.
"Das war der Türöffner für unser weiteres Spiel", gab Schaefer dem Treffer vorentscheidende Bedeutung.
Den druckvollen Beginn der zweiten Halbzeit nutzte Lukas Podolski schließlich mit seinem neunten Saisontreffer - ebenso viele wie Novakovic - zur 3:1-Führung (55.).
Zuvor hatte Nikolce Noveski den Ball verstolpert, Slawomir Peszko blitzschnell reagiert und seinen Kapitän vorbildlich in Szene gesetzt.
Als dann wenig später Novakovic antrat, drei Mainzer auf engstem Raum austanzte und Torwart Müller verlud, war alles gelaufen. Der Anschlusstreffer durch
Petar Sliskovic (89.) sorgte nur noch bei Frank Schaefer ("Das darf nicht passieren") für Ärger. Neben den beiden Doppeltorschützen verdienten sich der bis
auf zwei Unachtsamkeiten toll aufspielende Miso Brecko und der zweikampfstarke Martin Lanig Sonderlob.
"Endlich können wir einmal nach einem Erfolg nach Hause fahren und werden durch den Blick auf die Tabelle nicht wieder auf den Boden bitterer Realität
zurückgeholt", meinte Christian Eichner. Erstmals seit fünf Monaten kletterte man auf Platz 13, verließ erst zum zweiten Mal wieder die Abstiegsplätze.


 
Mit dem erneuten Heimerfolg gelang dem 1. FC Köln der Sprung aus der Abstiegszone. Als nächstes wird
die Mannschaft von Frank Schaefer in Hoffenheim antreten. (Bild: dpa)

Einzelkritik  
Michael Rensing 3
Miso Brecko 2
Pedro Geromel 2
Youssef Mohamad 3+
Christian Eichner 3+
Martin Lanig 2+
Adam Matuschyk 3
Christian Clemens 3+
Lukas Podolski 1
Slawomir Peszko 3+
Milivoje Novakovic 1
Petit 3
Kevin Pezzoni 3

(Quelle: Kölnische Rundschau vom 14.02.2011)

 

Termin Begegnung Ergebnis Informationen
Sa., 12.02., 15:30 h FC St. Pauli gegen: Borussia Mönchengladbach Endstand:3:1 (Halbzeitstand:1:1) Statistik | History
Sa., 12.02., 15:30 h Bayern München gegen: 1899 Hoffenheim Endstand:4:0 (Halbzeitstand:2:0) Statistik | History
Sa., 12.02., 15:30 h VfB Stuttgart gegen: 1. FC Nürnberg Endstand:1:4 (Halbzeitstand:1:2) Statistik | History
Sa., 12.02., 15:30 h FC Schalke 04 gegen: SC Freiburg Endstand:1:0 (Halbzeitstand:0:0) Statistik | History
Sa., 12.02., 15:30 h Eintracht Frankfurt gegen: Bayer 04 Leverkusen Endstand:0:3 (Halbzeitstand:0:2) Statistik | History
Sa., 12.02., 15:30 h VfL Wolfsburg gegen: Hamburger SV Endstand:0:1 (Halbzeitstand:0:1) Statistik | History
Sa., 12.02., 18:30 h 1. FC Kaiserslautern gegen: Borussia Dortmund Endstand:1:1 (Halbzeitstand:0:0) Statistik | History
So., 13.02., 15:30 h 1. FC Köln gegen: 1. FSV Mainz 05 Endstand:4:2 (Halbzeitstand:2:1) Statistik | History
So., 13.02., 17:30 h Werder Bremen gegen: Hannover 96 Endstand:1:1 (Halbzeitstand:0:1) Statistik | History
 
Stand 16.02.2011
Rang VR Trikot Verein Sp S U N T TD P Quali
1 (1) Logo Borussia Dortmund Borussia Dortmund 22 16 4 2 47:13 +34 52 CL
2 (2) Logo Bayer 04 Leverkusen Bayer 04 Leverkusen 22 12 6 4 44:30 +14 42 CL
3 (5) Logo Bayern München Bayern München (M, P) 22 11 6 5 46:26 +20 39 CLQ
4 (4) Logo Hannover 96 Hannover 96 22 12 2 8 30:31 -1 38 EL
5 (3) Logo 1. FSV Mainz 05 1. FSV Mainz 05 22 12 1 9 34:26 +8 37 EL
6 (6) Logo SC Freiburg SC Freiburg 22 10 4 8 29:29 0 34  
7 (8) Logo Hamburger SV Hamburger SV 22 10 3 9 30:31 -1 33  
8 (7) Logo 1899 Hoffenheim 1899 Hoffenheim 22 8 8 6 39:32 +7 32  
9 (9) Logo 1. FC Nürnberg 1. FC Nürnberg 22 9 5 8 30:31 -1 32  
10 (11) Logo FC Schalke 04 FC Schalke 04 22 8 5 9 27:26 +1 29  
11 (12) Logo FC St. Pauli FC St. Pauli (N) 22 8 4 10 27:35 -8 28  
12 (10) Logo Eintracht Frankfurt Eintracht Frankfurt 22 8 3 11 24:29 -5 27  
13 (16) Logo 1. FC Köln 1. FC Köln 22 7 4 11 29:41 -12 25  
14 (14) Logo Werder Bremen Werder Bremen 22 6 6 10 28:44 -16 24  
15 (13) Logo VfL Wolfsburg VfL Wolfsburg 22 5 8 9 26:31 -5 23  
16 (15) Logo 1. FC Kaiserslautern 1. FC Kaiserslautern (N) 22 6 5 11 32:38 -6 23 Ab-Rel
17 (17) Logo VfB Stuttgart VfB Stuttgart 22 5 4 13 38:43 -5 19 Ab
18 (18) Logo Borussia Mönchengladbach Borussia Mönchengladbach 22 4 4 14 32:56 -24 16 Ab

Vorschau 23.Spieltag

Termin Begegnung Ergebnis Informationen
Fr., 18.02., 20:30 h 1. FC Nürnberg gegen: Eintracht Frankfurt -:- History
Sa., 19.02., 15:30 h Borussia Dortmund gegen: FC St. Pauli -:- History
Sa., 19.02., 15:30 h Hannover 96 gegen: 1. FC Kaiserslautern -:- History
Sa., 19.02., 15:30 h 1899 Hoffenheim gegen: 1. FC Köln -:- History
Sa., 19.02., 15:30 h SC Freiburg gegen: VfL Wolfsburg -:- History
Sa., 19.02., 15:30 h Hamburger SV gegen: Werder Bremen -:- History
Sa., 19.02., 18:30 h 1. FSV Mainz 05 gegen: Bayern München -:- History
So., 20.02., 15:30 h Bayer 04 Leverkusen gegen: VfB Stuttgart -:- History
So., 20.02., 17:30 h Borussia Mönchengladbach gegen: FC Schalke 04 -:- History