Seite 17. Spieltag

0 : 3 gegen Schalke

Raúl schießt den 1. FC Köln ab

Der 1. FC Köln kann auf Schalke einfach nicht gewinnen: Beim Hinrunden-Abschluss verloren
die Geißböcke deutlich mit 3:0. Für das Magath-Team sorgte eine Raúl-Gala für einen versöhnlichen Abschied in die Winterpause.

Raul
Raul im Glück: Er brachte mit allen drei Treffern den 3:0-Sieg für Schalke. (Bild: dpa)
 
GELSENKIRCHEN - Dank Dreifach-Torschütze Raúl hat der FC Schalke 04 einen versöhnlichen Hinrunden-Abschluss
in der Fußball-Bundesliga gefeiert. Der 33 Jahre alte spanische Stürmer bescherte den Königsblauen am Samstag mit
seinen Ligatreffern 7 bis 9 (30./50./87.) einen verdienten 3:0 (1:0)-Sieg gegen den 1. FC Köln.

Mit dem fünften Pflichtspielerfolg ohne Gegentor hintereinander bestätigte die Mannschaft von Trainer Felix Magath
vor 61.673 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena ihren zuletzt gezeigten Aufwärtstrend und hat sich im Mittelfeld
der Liga stabilisiert. Die Rheinländer müssen dagegen in der Abstiegszone überwintern. (dpa) 


 

 
 
FC machtlos gegen Schalke
 

Schorchs dicker Patzer
Von Joachim Schmidt

Ausgerechnet Christopher Schorch hatte sich so auf das Spiel gegen seinen Ex-Vereinskollegen aus Schalke gefreut. Doch die Gelsenkirchener sollten den 1.FC Köln mit einem deutlichen 0:3-Erfolg besiegen - auch durch einen Fehlpass von Schorch. 

 
Neben dem gedemütigten, weil wie ein Anfänger vorgeführten Christopher Schorch, freuen sich der spielstarke Jefferson Farfan(M.)
und der dreifache Torschütze Raùl über den Schalker 3:0-Erfolg. (Bild: dpa)

GELSENKIRCHEN - Die Spieluhr auf dem riesigen Videowürfel unter dem verschlossenen und beschneiten Hallendach der Veltins-Arena zeigte die 64. Spielminute an. Unten auf dem matschgrünen Rasen belagerten die Königsblauen wieder einmal unaufgeregt die Kölner Spielhälfte. Raùl spazierte mit dem Ball am rechten Flügel herum, als er plötzlich per Hackentrick zu Jefferson Farfan in seinem Rücken passte. Von da an ging es im ICE-Tempo ab. Farfan tunnelte Fabrice Ehret, umkurvte ihn, um ebenfalls per Hacke zum vorstürmenden Raùl zu passen. Dem gelang zwar nicht in dieser Szene sein dritter Treffer, sein neunter der Hinrunde, doch holte er das später (87.) zum 3:0-Endstand nach.
Diese symbolhafte Szene stand für die immer wieder über die Außenpositionen vorgetragenen Angriffe der Schalker, die damit die Schwachstellen der Kölner Mannschaft trafen. Denn sowohl Ehret gegen Farfan als auch Christopher Schorch gegen Jurado waren völlig überfordert.
Dabei hatte ausgerechnet Schorch sich so auf das Spiel und das Wiedersehen mit seinem einstigen Vereinskollegen Raul gefreut. Von 2007 bis 2009 hatte der knapp 22-jährige FC-Verteidiger im Nachwuchsteam von Real Madrid gestanden. Hin und wieder gab es auch Kontakt zu den Stars wie Raùl. Doch das Vorhaben, mit ihm nach dem Abpfiff das Trikot zu tauschen, „hatte sich dann erledigt. Ich war zu niedergeschlagen“.
Das lag vor allem an einem Moment, den Schorch mit blutleerem Blick nach Spielende so beschrieb: „Zuerst wollte ich den Ball ins Toraus gehen lassen. Dann habe ich ihn doch gestoppt, damit es keinen Eckball für die Schalker gab. Ich wollte den Ball zu Pedro (Geromel, Anm. d. Red.) passen, und schieße stattdessen so einen Bock.“
Denn nicht bei seinem Kollegen oder per Befreiungsschlag weit vorne landete das Spielgerät, sondern bei Ivan Rakitic. Der flankte hoch vors Tor, wo Raul mutterseelenallein stand und nach einer halben Stunde zum 1:0 traf. Davor und auch danach bis zum Pausenpfiff hatten die Kölner ihre Sache trotz spielerischer Unterlegenheit recht ordentlich gemacht. Nach Raùls 2:0 (50.) - Farfan hatte zuvor Ehret am rechten Flügel ausgespielt und mustergültig geflankt - aber war die Moral der Gäste gebrochen und der Spielwitz der Schalker entfacht.
„Natürlich war das 0:1 unglücklich aus unserer Sicht. Aber ich will Christopher keinen Vorwurf machen. Er ist ein junger Mann, ihm muss man Fehler zugestehen. Mit Jurado hatte er nicht gerade seinen Traumgegner. Christopher hat sich bei seinen Mitspielern entschuldigt und muss jetzt sehen, dass er daraus lernt“, sagte FC-Trainer Frank Schaefer. Entscheidend sei letztlich das 2:0 schnell nach Wiederbeginn gewesen: „Danach sind wir von den Schalkern mit ihrer individuellen Klasse überrollt worden.“

 

Einzelkritik  
Faryd Mondragon 4
Christopher Schorch 5-
Pedro Geromel 3+
Youssef Mohamad 4
Favrice Ehret 5
Petit 4
Adam Matuschyk 3
Christian Clemens 4-
Martin Lanig 4-
Mato Jajalo 5
Sebastian Freis 5
Alexandru Ionita 5

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Torwartsuche

Pröll absolviert Probetraining beim FC

Bei der Suche nach dem Nachfolger für den nächste Woche den Verein verlassenden Torwart Faryd Mondragon hat man beim
1. FC Köln am Mittwoch einen ersten Kandidaten getestet. Torwart Markus Pröll absolvierte ein Probetraining.

Treffer
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Bild: dpa
Treffer
Bild: dpa

KÖLN - Unter Anleitung von Torwartrainer Alexander Bade absolvierte Markus Pröll ein Probetraining im verschneiten
Franz-Kremer-Stadion, bei dem er von Cheftrainer Frank Schaefer beobachtet wurde. „Aus meiner Sicht ist das Training
gut verlaufen. Jetzt muss ich abwarten, wie man sich beim FC entscheidet. Das Interesse an einer Zusammenarbeit
besteht von beiden Seiten“, sagte Pröll.
Der ist seit dem Sommer, als sein Vertrag bei Eintracht Frankfurt auslief und nicht verlängert worden war, vereinslos und
trainiert bei Bayer 04 Leverkusen, um fit zu bleiben.
„Wir wollten uns einen Eindruck verschaffen, in welchem Zustand sich Markus Pröll befindet“, begründete FC-Trainer
Frank Schaefer den Test. Im Gespräch mit dem 31-jährigen Pröll, der aus der FC-Jugend hervorging und bis 2003 in
123 Pflichtspielen im FC-Tor stand, wies Schaefer darauf hin, dass der aus der Nähe von Euskirchen stammende
Torhüter nicht der einzige Kandidat für die Mondragon-Nachfolge sei.

Da für den FC-Trainer zunächst das letzte Hinrundenspiel am Samstag bei Schalke 04 und das DFB-Pokalspiel am Mittwoch
gegen Duisburg im Vordergrund stehen, wird sich die Torhüter-Entscheidung möglicherweise noch etwas hinziehen.
Bis Weihnachten will man allerdings das Thema vom Tisch haben. Eine Woche später geht es bereits ins Trainingslager. (JoS)

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Neuer Sportdirektor

Volker Finke gibt dem FC sein Jawort

Der 1. FC Köln hat in seiner Suche nach einem neuen Sportdirektor einen spektakulären
Coup gelandet: Volker Finke, einst langjähriger Trainer des SC Freiburg, unterschrieb am
Samstagabend einen Vertrag über zweieinhalb Jahre.

Volker Finke (Bild: dpa)

KÖLN - Es war eine Kurzreise der besonderen Art. Am Freitag hatte sich Claus Horstmann auf den Weg nach Tokio
gemacht, am Samstag war er bereits wieder zurück. Dazwischen hatte sich der Geschäftsführer des 1. FC Köln die
Vertragsunterschrift eines neuen Kollegen gesichert. „Volker Finke war unser Wunschkandidat. Er wird neuer
Sportdirektor des 1. FC Köln“, lautete die Nachricht für den FC-Anhang als frohe Botschaft aus dem Reich der
aufgehenden Sonne. Weil der frühere Freiburger Trainer noch bis Ende Januar bei Urawa Red Diamonds unter
Vertrag steht, war Horstmann zwei Mal rund um den halben Globus geflogen und hatte den Zweieinhalbjahres-
vertrag mit dem 62-jährigen Finke abgeschlossen.

Vor rund vier Wochen hatte der bekannt gegeben, dass er nach zwei Jahren, in denen er mit den „Roten Diamanten“
Sechster und jetzt Zehnter geworden war, zurück nach Deutschland komme. Da er mit der Mannschaft noch im japanischen Pokalwettbewerb vertreten ist, wird er sein Engagement bei Urawa auch nicht früher beenden.

In Personalentscheidungen ist Finke bereits mit einbezogen. „Ich werde mit ihm die Dinge besprechen. Es ist wichtig und
positiv für den Club, mit Volker Finke einen zusätzlichen Ansprechpartner im sportlichen Bereich zu besitzen“, sagte Trainer
Frank Schaefer, der in die Überlegungen, den früheren Freiburger zu holen, mit eingebunden war, wie Claus Horstmann
betonte.Der neue Sportdirektor, dessen Vertrag bis zum 30. Juni 2013 läuft, wird verantwortlich sein für die Profimannschaft,
den Nachwuchsbereich sowie die Spielersichtung in Form des Scoutings und des SportsLab. „In der Zusammenarbeit mit
Frank Schaefer können sie sich gut ergänzen“, glaubt Horstmann, der vor allem auf die Erfahrung und die Vorstellungen
Finkes von einem Konzept-Fußball setzt.

„Ich habe aufregende und reichhaltige Erfahrungen gesammelt“, sagte Volker Finke kürzlich, als er seine Trennung vom „FC Bayern Japans“ bekannt gab. So ist es auch gut möglich, dass bald wieder ein japanischer Spieler im FC-Kader steht. So wie Shinji Kagawa, der bei Borussia Dortmund in der Hinrunde so für Furore gesorgt hat. Der war dem Vernehmen nach auch dem 1. FC Köln angeboten, allerdings für nicht gut genug eingestuft worden.

Dabei hat beim FC schon einmal ein Spieler aus Fernost für Furore gesorgt: 1977 war Yasuhiko Okudera als erster Japaner in der Bundesliga im Geißbock-Trikot (94 Spiele / 21 Tore) aufgelaufen und hatte seinen Beitrag zum Doublegewinn 1978 geleistet.

Volker Finke hatte 1991 seine Tätigkeit in Freiburg aufgenommen und während der 16 Jahre dort den kleinen Club zwei Mal (1995 und 2001) in den Uefa-Pokal geführt. In Köln wird er Youssef Mohamad wiedertreffen, den er 2004 in die Bundesliga holte. Zudem bringt er den vom FC an Urawa ausgeliehenen Willy Sanou mit, der noch bis zum Sommer unter Vertrag steht. (JoS)

 

Termin Begegnung Ergebnis Informationen
Fr., 17.12., 20:30 h Borussia Mönchengladbach gegen: Hamburger SV Endstand:1:2 (Halbzeitstand:0:0) Statistik | History
Sa., 18.12., 15:30 h VfL Wolfsburg gegen: 1899 Hoffenheim Endstand:2:2 (Halbzeitstand:0:2) Statistik | History
Sa., 18.12., 15:30 h 1. FC Nürnberg gegen: Hannover 96 Endstand:3:1 (Halbzeitstand:2:0) Statistik | History
Sa., 18.12., 15:30 h FC Schalke 04 gegen: 1. FC Köln Endstand:3:0 (Halbzeitstand:1:0) Statistik | History
Sa., 18.12., 15:30 h Eintracht Frankfurt gegen: Borussia Dortmund Endstand:1:0 (Halbzeitstand:0:0) Statistik | History
Sa., 18.12., 15:30 h Werder Bremen gegen: 1. FC Kaiserslautern Endstand:1:2 (Halbzeitstand:1:1) Statistik | History
Sa., 18.12., 18:30 h FC St. Pauli gegen: 1. FSV Mainz 05 Endstand:2:4 (Halbzeitstand:1:3) Statistik | History
So., 19.12., 15:30 h Bayer 04 Leverkusen gegen: SC Freiburg Endstand:2:2 (Halbzeitstand:1:1) Statistik | History
So., 19.12., 17:30 h VfB Stuttgart gegen: Bayern München Endstand:3:5 (Halbzeitstand:0:3) Statistik | History


Rang VR Trikot Verein Sp S U N T TD P Quali
1 (1) Logo Borussia Dortmund Borussia Dortmund 17 14 1 2 39:10 +29 43 CL
2 (4) Logo 1. FSV Mainz 05 1. FSV Mainz 05 17 11 0 6 30:19 +11 33 CL
3 (2) Logo Bayer 04 Leverkusen Bayer 04 Leverkusen 17 9 6 2 35:25 +10 33 CLQ
4 (3) Logo Hannover 96 Hannover 96 17 10 1 6 25:27 -2 31 EL
5 (6) Logo Bayern München Bayern München (M, P) 17 8 5 4 31:20 +11 29 EL
6 (5) Logo SC Freiburg SC Freiburg 17 9 1 7 25:25 0 28  
7 (8) Logo Eintracht Frankfurt Eintracht Frankfurt 17 8 2 7 24:21 +3 26  
8 (7) Logo 1899 Hoffenheim 1899 Hoffenheim 17 6 7 4 32:22 +10 25  
9 (9) Logo Hamburger SV Hamburger SV 17 7 3 7 27:28 -1 24  
10 (10) Logo FC Schalke 04 FC Schalke 04 17 6 4 7 25:24 +1 22  
11 (11) Logo 1. FC Nürnberg 1. FC Nürnberg 17 6 4 7 22:28 -6 22  
12 (13) Logo 1. FC Kaiserslautern 1. FC Kaiserslautern (N) 17 6 3 8 27:27 0 21  
13 (14) Logo VfL Wolfsburg VfL Wolfsburg 17 4 7 6 24:25 -1 19  
14 (12) Logo Werder Bremen Werder Bremen 17 5 4 8 23:35 -12 19  
15 (15) Logo FC St. Pauli FC St. Pauli (N) 17 5 2 10 16:30 -14 17  
16 (16) Logo 1. FC Köln 1. FC Köln 17 4 3 10 18:33 -15 15 Ab-Rel
17 (17) Logo VfB Stuttgart VfB Stuttgart 17 3 3 11 32:35 -3 12 Ab
18 (18) Logo Borussia Mönchengladbach Borussia Mönchengladbach 17 2 4 11 26:47 -21 10 Ab
 

 

 

Vorschau 18. Spieltag

Termin Begegnung Ergebnis Informationen
Fr., 14.01., 20:30 h Bayer 04 Leverkusen gegen: Borussia Dortmund -:- History
Sa., 15.01., 15:30 h Werder Bremen gegen: 1899 Hoffenheim -:- History
Sa., 15.01., 15:30 h 1. FC Nürnberg gegen: Borussia Mönchengladbach -:- History
Sa., 15.01., 15:30 h VfB Stuttgart gegen: 1. FSV Mainz 05 -:- History
Sa., 15.01., 15:30 h VfL Wolfsburg gegen: Bayern München -:- History
Sa., 15.01., 15:30 h FC St. Pauli gegen: SC Freiburg -:- History
Sa., 15.01., 18:30 h FC Schalke 04 gegen: Hamburger SV -:- History
So., 16.01., 15:30 h Eintracht Frankfurt gegen: Hannover 96 -:- History
So., 16.01., 17:30 h 1. FC Kaiserslautern gegen: 1. FC Köln -:- History